Mittelägypten
Auf den Spuren von Nofretete und Echnaton
Südlich von Kairo erstreckt sich die weite, fruchtbare Schwemmebene, eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Gebiete Ägyptens - Mittelägypten.
Es umfasst die Region zwischen Beni Suef und Qena.
Obwohl offiziell zu Oberägypten gehörig, hat sich der Begriff Mittelägypten eingebürgert. Die Region gehört zu den am stärksten kontrollierten Gebieten des Landes. Seit den Attentaten und Anschlägen will man kein Risiko mehr eingehen. Nach wie vor herrschen strenge Sicherheitsvorkehrungen. Ohne vorherige Anmeldung und mit Begleitschutz im Schlepptau, ist es nicht möglich, sich alleine zu bewegen.
Schon im Alten Reich unter Echnaton, konzentrierten sich hier erstmals religiöse Fanatiker.
El-Minya dient heute als Ausgangspunkt zu den zahlreichen pharaonischen und koptischen Stätten, z.B. Tell el-Amarna und Beni Hasan.
Die Felsengräber von Beni Hassan
Während der 11. und 12. Dynastie legten die Fürsten des sog. Antilopen- oder Gazellengaus und ihre Gefolgsleute ihre Gräber an. 39 Gräber sind in die Felswände geschlagen. Die Gräber zählen aufgrund ihrer außergewöhnlichen Darstellungen, durch die historisch wichtigen Inschriften und der eigenwilligen Architektur zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Ägyptens.
Bevorzugt wurden Darstellungen von Handwerk, Sport und Spiel, die für das Leben der Noblen im Mittleren Reich bezeichnend sind.
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Tuna el-Gebel
Die Nekropole liegt rund 10 km westlich von Hermopolis Magna bzw. 300 km südlich von Kairo. Es ist ein 7 km langes Friedhofsareal am westlichen Wüstenrand. Hier wurden die Bewohner der nahen antiken
Großstadt Hermopolis Magna (heute el-Aschmunein) beigesetzt. Der antike Friedhof ist gegen 1500 vor Christus belegt worden und reicht bis in das 8. Jahrhundert nach Christus. Petosiris, der um 300 v.Chr. als Hohepriester am Thot-Tempel von Hermopolis Dienst tat, baute hier für sich und seine Familie ein Grab.
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Tell el-Amarna
Tell el-Amarna ist ein von Reisenden des 19. Jahrhunderts gebildeter Kunstname, der sich vielleicht vom Dorf el-'Amariya oder vom Beduinen Stamm Beni Amran ableitet.
Selbst die Angabe Tell ist ungenau, da es sich hier nicht um einen Siedlungshügel handelt, die Angabe El-Amarna wäre sicher richtiger. Um die Grenzen seiner neuen Stadt zu kennzeichnen, ließ Echnaton 14 monomentale Stelen in den Fels schlagen, drei auf der westlichen Uferseite und elf auf der östlichen Uferseite (im Westen bis Tuna el-Gebel).
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Abydos
Als die Götter regierten, erschlug Seth seinen Bruder Osiris, zerstückelte ihn und warf seine Glieder in den Nil. Seine Schwestergemahlin Isis fand den Kopf in Abydos und Hautfetzen in Theben. Stück für Stück fügte die Göttin Osiris zusammen,
empfang posthum Horus und bestattete Osiris. Fortan sollte Osiris über das Jenseits herrschen. Sein Sohn Horus rächte den Vater und erschlug Seth. Horus wurde zum Himmelsfalken und Königsgott.
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Tempel von Dendera
Die Reste der alten ägyptischen Stadt Dendera (auch Dendrah; altägyptisch Tantarer, griech. Tentyris, Tentyra), liegen weithin sichtbar etwa auf der Höhe der Stadt Kena (Qena) am westlichen Ufer des Nils in einer weiten Flussbiegung.
Dendera zählt zu den ältesten und berühmtesten Städte Ägyptens und war einst Hauptstadt des 6. oberägyptischen Gaus.
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