Kairo und das Nildelta

Unterägypten

Von Alexandria nach Kairo

Unterägypten

Bezeichnung für das Nildelta ab Memphis.
Das Nildelta liegt im süd-östlichen Mittelmeerraum an der Nordostküste Ägyptens und umfasst eine Fläche von ca. 12500 km2 - 22 000 km2. Es stellt das Mündungsgebiet des Nils dar. Das Nildelta ist das einzige Delta, dass entlang des südöstlichen Teil des Mittelmeers existiert und gilt als größte Oase der Welt.

Der Name Delta leitete sich aus der Tatsache her, dass sich der Nil, bevor er sich ins Mittelmeer ergiesst, fächerförmig in mehreren Armen ausbreitet und auf diese Weise ein Dreieck fruchtbaren Landes schafft, das dem griech. Buchstaben delta gleicht. In Unterägypten lagen 2 der Sieben Weltwunder, die Pyramiden von Gizeh und der Leuchtturm von Pharos in Alexandria.


Alexandria - Eine Perle am Mittelmeer

Alexandria

Alexandria, das nach den Plänen des Deinokrates errichtet wurde, hat heute nur noch wenig ruhmreiche Erinnerungen von der Zeit der Antike. Verschwunden sind die bedeutendsten Monumente, abgebrannt die berühmten Bibliotheken, zerfallen der Leuchtturm. Von der königlichen Begräbnisstätte mit dem Grab Alexanders, dessen Leichnam Ptolemaios 323 v. Chr. von Babylon nach Ägypten holte, fehlt jede Spur. Wohnungsnot und Slumbildung durch Massenzuwanderungen, Luft- und Wasserverschmutzung und eine völlig überforderte Infrastruktur sind nur einige der Probleme, mit denen Alexandria zu kämpfen hat.

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Rosetta - Stadt der Millionen Palmen

Rosetta

Rosetta (Rashid) bietet einen bemerkenswerten Überblick über die Architektur der osmanischen Epoche.
Viele Bürgerhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, meist dreistöckig und häufig mit Maschrabiyen (hölzerne Fensterziergitter aus fein gedrechseltem Holz) versehen, zeugen vom einstigen Reichtum der Stadt. Von den 36 Häusern, die ursprünglich von dem Komitee zur Erhaltung arabischer Denkmäler unter Schutz gestellt wurden, sind noch 22 erhalten und wurden restauriert. Rosetta war über lange Zeit ein bescheidener Ort, in dem eine Garnision zur Verteidigung der Nilmündung stationiert war. Erst in der osmanischen Epoche gewann die Stadt an Bedeutung, die im 17. Jh. ihren Höhepunkt erreichte.

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Memphis - Mit-Rahina

Memphis

Unweit südöstlich des Dorfes Mit Rahina liegt umgeben von einem Schutzbau eine Kolossal-Figur Ramses`II., die sich einst vor dem Tempeleingang erhob. Sie wurde im Jahre 1820 von Caviglia und Sloane gefunden. Der Koloß ist aus hartem, feinkörnigem Kalkstein gearbeitet und hatte ursprünglich wohl eine Länge von über 13 m, was mit den Angaben Herodots, der von 30 Ellen (=15,75 m) spricht, ungefähr übereinstimmt.

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Kairo - die Siegreiche

Kairo

Amr Ibn al-As, arabische Feldherr und Ägypten-Islamisierer, gründete die erste arabische Stadt in Ägypten, El Fustat (Fostát "befestigtes Lager"). Der Legende nach soll Amr gerade im Begriff gestanden haben, das Lager abzubrechen, als er entdeckte, daß sich zwei Tauben auf seinem Zelt ein Nest gebaut hatten. Er befahl, das Zelt bis zu seiner Rückkehr stehenzulassen. Dort wo sein Zelt stand, ließ er die nach ihm benannte Moschee bauen. Beim Sturz der Omaijaden im Jahre 750 und der Eroberung Fustats durch die Abbasiden brannte die Stadt bis auf die große Moschee ab.

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Das Gizeh-Plateau

Gizeh, Giza

Sie gelten als Höhepunkte in der Entwicklungsgeschichte königlicher Grabmäler vom Mastaba-Grab über Stufen- und Knickpyramide zur nun ausgereiften, stereometrisch vollkommenen Form. Alle stehen an der Grenze vom Fruchtland zur Wüste dort, wo nach altägyptischer Auffassung das Totenreich beginnt, im Westen. Eine ägyptische Pyramide war stets eine den und ihren Gemahlinnen vorbehaltene Grabstätte. Errichtet wurden sie nicht von Sklaven, sondern von den Bauern des Niltals, die sowohl in der Zeit der Trockenheit wie auch in der der Überschwemmung `arbeitslos` waren.

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Die Pyramiden in Dahshur

Dahshur

Das Gräberfeld von Dahshur befindet sich am linken Nilufer, 26 km südöstlich von Gizeh. Lange Zeit war es für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, da in militärischen Sperrgebiet gelegen. In Dashur stehen in Gruppen entlang dem Nil zwei Steinpyramiden aus der 4. Dynastie und drei Pyramiden aus Nilschlammziegeln aus der 12. Dynastie, dazu Reste einer Stadt des Alten Reichs.

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Die Stufenpyramide von Sakkara

Sakkara

Die Nekropole von Saqqara (gesprochen Sa’ara) liegt auf einer felsigen Böschung westlich der Alfalfafelder und Palmenhaine entlang des Nils. Saqqara war Teil der ausgedehnten Gräberlandschaft westlich von Memphis, beginnend bei Abu Rawasch im Norden, über Gizeh, Abusir, Saqqara und Dahschur bis hin nach Maidum. Sakkara istneben Gizeh die bedeutendste Anlage aller unterägyptischen Nekropolen. In den Tagen der 5. und 6. Dynastie herrschten hier offenbar Lug und Trug. Archäologen haben Hinweise auf Dramen gefunden, ferner auf Verschwörungen, Morde und Racheakte Ränke schmiedender Königinnen, machthungriger Politiker und religiöser Eiferer.

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